Bericht zum Präventionsfachtag 2025

Shownotes

In dieser Folge unterhalten sich Isabel Wrede und Tim Westphal über den ersten Fachtag Prävention der NRW-Bistümer vom 01.04.2025. Der Fachtag stand unter dem Motto: "Prävention gegen sexualisierte Gewalt wirkt in Kirche und Gesellschaft". Sie waren vor Ort, haben verschiedene O-Töne des Fachtages eingefangen und möchten so einen Einblick in dieses Ereignis ermöglichen.

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00:00:00: Über dreihundert Menschen, so viele unterschiedliche Informationsmöglichkeiten.

00:00:04: Da merkt man in Prävention steckt Energie und diese Energie muss ankommen in der Fläche dann werden Kinder- und Jugendliche auch besser beschützt.

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Augen auf und hingehört dem Präventions Podcast im Bistum Essen.

00:00:31: Wir begrüßen Sie herzlich zur unserer heutigen Folge.

00:00:34: wir das sind

00:00:35: Isabel Vrede

00:00:37: und Tim Westfahl.

00:00:39: Heute haben wir keine Gäste bei uns, wie es sonst immer der Fall ist, sondern wir möchten Sie mitnehmen auf den Fachtag Prävention Wirkt in Kirche und Gesellschaft, die am ersten April, im Köln im Maternushaus stattgefunden hat.

00:00:53: Wir haben dazu ein paar O-Töne von Teilnehmenden eingesammelt und wir hören Statements vom Podium.

00:01:00: Die Idee des Fachtags war Akteure zusammenzubringen, Vernetzung anzustoßen und Wissen zu teilen.

00:01:06: Organisiert wurde er durch die Präventionsbeauftragten der fünf Erzbistümer.

00:01:10: Mächte Bölting aus Aachen, Dorothea Möllenberg aus Essen, Katja Bergner aus Köln, Beate Meintrup aus Münster und Vanessa Maier-Heinrich aus Paderborn.

00:01:22: Den Fachtag gerahmt hat das Improteater Emscherblut mit jeder Menge spontaner Improvisationen die gute Laune gemacht hat.

00:01:31: Ganz zu Beginn gab es ein Podium mit Vertreterinnen aus dem Bereich Kirche, Politik und Betroffene.

00:01:37: Den ganzen Tag über konnten die Teilnehmenden auf den Markt der Möglichkeiten Material- und Informationen sammeln.

00:01:43: Und nachmittags fanden Workshops zu unterschiedlichsten Themen statt.

00:01:48: Das Podium wurde moderiert durch Ilkar Barmbringt.

00:01:52: Die wollen wir an dieser Stelle selbst zu Wort kommen lassen.

00:01:55: Ich

00:01:55: bin Ilkar Brambringt, Arbeiter als Geschäftsführerin bei der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW Und wir waren mit einem Stand auf dem Fachtag vertreten und zusätzlich habe ich die Moderation des Podiums übernommen.

00:02:10: Wie war mein Gesamteindruck von dem Fachtag?

00:02:14: Ja, also meinen Gesamnteindruck war tatsächlich durchweg

00:02:17: positiv.

00:02:18: Ich fand es waren so viele Interessierte da aus dem Feld der Präventionsarbeit.

00:02:26: Es ist wirklich selten dass man so viel aus ganz NRW dann an einem Ort hat zu dem Thema.

00:02:32: Es war auch ein bisschen wie eine Art Klassentreffen, also die erste große gemeinsame Veranstaltung der Präventionsstellen in Nordrhein-Westfalen und wir als katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz kannten auch viele Teilnehmende einfach dadurch dass wir auch die Qualifizierungsschulungen für neue Fachkräfte in der Prräventionsarbeit durchführen Und dass auch eine landesweite Kooperation ist.

00:03:00: Insofern war wieder gerade als Landestellerin NRW sehr passend an dem Ort.

00:03:06: was war mein Highlight an dem Fachtag?

00:03:09: oder wenn ja, wenn ich eins hatte welches war das?

00:03:12: Genau erst mal war der ganze Fachtrag für mich und für uns tatsächlich ein Highlight.

00:03:18: und besonders für mich war aber dann nochmal das hochkarätig besetzte Podium welches sich moderieren durfte Mit der UBSKM Kerstin Klaus, mit Bischof Gerber.

00:03:31: Mit der Vorsitzenden der Kinderschutzkommission Nina Andriessen.

00:03:34: Mit Johannes Norbert als betroffenen Vertreter Antonius Hammers vom katholischen Bürode war dabei und Stefanie Siebelhoff von Der Caritas.

00:03:44: Ja, es konnten viele Aspekte rund um die Präventionsarbeit dann tatsächlich auch in der Runde angesprochen werden.

00:03:53: Die Statements haben tatsächlich noch mal Mut gemacht am Ball zu bleiben in der Präventionsarbeit diese aber auch weiterzuentwickeln.

00:04:03: also auch die Rückmeldungen, die es gab, die nochmal neue Impulse waren für unsere Arbeit habe ich als sehr wertschätzensformuliert erlebt und wir haben ja auch die PrNRW-Studie, die dann ab und zu angeklungen ist.

00:04:24: Die teilweise auch ähnliche Beobachtung gemacht hat wie die Menschen, die auf dem Podium saßen.

00:04:30: Wir wollen nun ein paar Statements hinein hören und wir beginnen jetzt mit Kerstin Klaus.

00:04:35: Ich bin Kerstin Klaus, ich bin den Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

00:04:41: Welche guten Ansätze sehen Sie in der Präventionsarbeit der katholischen Kirche?

00:04:45: Das was ich an diesem Tag hier heute gesehen habe das Präventionsarbeit nicht nur nachgehalten wird sondern tatsächlich auch evaluiert wird.

00:04:54: also man schaut was funktioniert denn was funktioniert nicht dass junge Menschen einbezogen werden.

00:05:00: eine solche Evaluation leistet tatsächlich etwas zur Qualitätsentwicklung und damit auch wirklich zu Entwicklung einer Kultur der Prävention.

00:05:09: Und das ist eminent wichtig, häufig fehlt es hier gegen die nordrhein-westfälischen Bistümer einen guten, einen richtigen Weg.

00:05:16: jetzt muss es auch nachgehalten werden, damit sich was verbessert.

00:05:19: Was wird für eine weitere Zusammenarbeit benötigt?

00:05:21: Aus

00:05:22: meiner Sicht ist Kirche eminentwichtig gerade auf der lokalen Ebene.

00:05:26: und am Ende brauchen wir Präventions in allen Bereichen wo sich Kinder und Jugendliche außerhalb der Familie aufhalten und das betrifft dann Vereine genauso wie die Kirche, aber auch kommerzielle oder andere gewerbliche Anbiete.

00:05:41: Und deswegen würde ich mir viel mehr Impulse von Seiten der Kirche vor Ort in die Kommune wünschen.

00:05:47: Wie können wir gemeinsam sicherstellen, dass Prävention überall greift und wirksam wird?

00:05:52: Und wie auch uns zusammen tun in Fort- und Weiterbildungen im Diskussionsabend dieses Thema einfach an die Fläche zu bringen weil Kinder und Jugendliche werden vor Ort geschützt.

00:06:03: was hat sie heute beeindruckt?

00:06:04: das was mich am heutigen Fachtag wirklich beeindruckte war einfach nie viele Hauptamtliche, ehrenamtliche Personen da dabei sind die sich mit diesem Thema über so einen Fachtrag beschäftigen können.

00:06:17: Also das muss man erst mal zusammenkriegen.

00:06:19: Nordrhein-Westfalen ist groß aber trotzdem über dreihundert Menschen so viele unterschiedliche Informationsmöglichkeiten.

00:06:25: dann merkt man in Prävention steckt Energie und diese Energie demus ankommen der Fläche dann werden Kinder und Jugendliche auch besser beschützt.

00:06:34: War ein solcher Fachtag überfällig?

00:06:37: Tage sind total wichtig, weil oft sind ja Menschen die mit dem Thema sexualisierte Gewalt arbeiten immer wieder damit konfrontiert.

00:06:44: Oh so ein schwieriges Thema bloß nicht und zu merken wie viel positive Energie in dem thema steckt das ist immer wieder beeindruckend und gleichzeitig muss man sagen nur wenn all diese Personen sichtbar werden kommen wir auch dahin dass von kirchen leitung verstanden wird dass es ressourcen braucht dass es klare verbindliche und verlässliche strukturen braucht damit prävention dann tatsächlich kann und sich diese Kultur auch entwickeln kann.

00:07:10: Hören wir nun, was Nina Andriesen zu sagen hat?

00:07:13: Ich bin Nina Andrysen ich bin Mitglied des Landtags NRW und Vorsitzender Kinderschutzkommission und ich bin heute ist ein Fachtag der Prävention hier und freue mich auf eben schon auf dem Podium mit dabei gewesen zu sein.

00:07:26: Nina Andriessen

00:07:27: erzählt

00:07:28: ein paar Dinge zu dem Praxisalltag in einer Kita?

00:07:32: In

00:07:32: meiner Zeit als Erzieherin hab ich gemerkt, dass es wichtig ist, erst mal an Handlungssicherheits haben.

00:07:38: Auch als Erziehende auch mit Kindern, wenn Situationen auftreten wie z.B.

00:07:45: Doktorspiele

00:07:45: usw.,

00:07:46: das sind immer so die klassischen Situationen wo auch Erziehern und Erzieherschnächer schonmal verunsichert sind, wo Eltern verunsicherung ... aber da auch ... Praktisches Wissen zu haben und mit solchen Situationen umgehen zu können ist unheimlich wichtig.

00:08:01: Gleichzeitig denke ich auch, dass Prävention auch ein ständiger Prozess in der Kita ist.

00:08:06: Es ist nicht wie eine Schulstunde die man macht sondern es geht darum mit den Kindern zu erarbeiten was sind meine Grenzen?

00:08:15: Was sind deine

00:08:16: Grenzen?!

00:08:18: Mein Körper gehört auch mir!

00:08:20: Was finde ich schön?

00:08:21: Was mag ich nicht über Gefühle oder gute oder schlechte Gefühler zu reden.

00:08:25: das ist auch im Bereich der Prävention, der gerade im frühkindlichen Bereich eine Großbeutel spielt.

00:08:30: Sind Schutzkonzepte nur formale Vorschrift oder wann können sie wirken?

00:08:35: Schutzkonzepte können wir, wenn die gut gemacht sind.

00:08:39: Wenn Kinder und Jugendliche bei der Schutzkonzepterstellung beteiligt waren, das sind ja diejenigen um die es dann auch am Ende geht.

00:08:47: Das sind diejenigen, die wir schützen wollen.

00:08:48: Wir müssen aber auch wissen wie sind deren Lebenswirklichkeiten, deren Lebensrealität was beschäftigt?

00:08:54: Und gleichzeitig muss ich glaube ich ein ganz starkes Signal ausgehen dahin dass das... Was gehört, wo da auch wirklich umgesetzt wird und dass immer auch eine Kultur der Achtsamkeit dadurch in der Einrichtung zum Beispiel vorherrscht.

00:09:09: Ist solch ein Fachtag eine Möglichkeit zur wichtigen Vernetzung?

00:09:13: Ich glaube, Vernetzung ist einfach das A und O. Das haben wir heute beim Fachtage auch gemerkt, dass von den verschiedensten Professionen ja auch ganz viele Leute hierhin gekommen sind.

00:09:22: Also es ist kein Close-Shop heute mit katholische Kirche – ich habe gerade gehört zum Beispiel aus dem Bereich der Polizei sind auch welche hier.

00:09:28: Und ich glaube diese Vernetzungsstrukturen müssen wir beidhaft fördern auch wo verschiedenste zusammenkommen sich austauschen voneinander auch lernen so dass nicht jeder mit seinem Problem oder mit seinem Prozess alleine ist, sondern auch erfahrungswerte teilen kann und Probleme vielleicht auch mit anderen besprechen kann.

00:09:46: Und man da gemeinsam dann auch weiterkommt in der Präventionsarbeit.

00:09:50: Weiter

00:09:50: geht es mit Bischof Dr.

00:09:52: Gerber Michael

00:09:53: Gerber, Bischoff von Fulda und Vorsitzender der Kommission Geistliche Berufe der Kirche und damit auch verantwortlich für den Bereich der Ausbildungswege, der pastoralen Dienste die wir in Deutschland gestalten.

00:10:07: Welchen Raum haben die eigene Sexualität und Sexualität im Allgemeinen, in der seelsorgerischen Ausbildung?

00:10:13: Das ist sehr stark der Ausbildungscharakter.

00:10:16: das heißt was legen wir in der Ausbildung Grund?

00:10:19: und da ist für mich sehr wichtig wie bekommt jemand, der später als Seelsorgarin, als Seilsorger tätig ist, sehr frühen Zugang auch zur eigenen Emotion auch einen Zugang zur eigenen Sexualität kann es für sich ins Wort bringen kann das aber auch im Gespräch mit anderen ins Wort bringen.

00:10:37: Wie kann ich mein Gefühlsleben, wie kann ich Sexualität so gestalten, dass sich in einer inneren Freiheit Menschen begegnen kann?

00:10:46: Dass sich im professionellen seelsorglichen Kontext das so gestalten kann, dass es mich und mein Gegenüber in eine größere Freiheit und damit einen Wachstum der Persönlichkeit

00:10:55: führt?".

00:10:56: Und wir stellen uns die Frage, welchen Standard soll es in der Prise Ausbildung insgesamt geben und dort implementiert werden?

00:11:02: Das

00:11:02: ist die Erfahrung, die ich selber als Regens gemacht habe.

00:11:05: Was wir in Freiburg meinem damaligen Wirkungsort installiert haben.

00:11:09: Das heißt jeder, der neu ins Seminar eintritt hat eine Sequenz von Gesprächen mit einer Psychologin einen Psychologen.

00:11:16: was in den Gesprächen ist ist Schutz geschützt.

00:11:20: Aber dass sich jemand dieser Dynamik stellt, ist Teil der Ausbildung und da sind wir dabei das jetzt auf der Ebene einer Grundordnung der Priesterausbildung aber auch in einer gewissen Analogie bei den Standards die wir für alle pastoralen Dienste in der ausbildung haben das noch mal stärker zu etablieren.

00:11:37: Die Formen können unterschiedlich sein aber dass es deutlich gesetzt ist wer in eine Ausbildung einsteigt der stellt sich auch nochmal seelischen psychischen Vorgänge.

00:11:49: Können die Menschen das in der Ausbildung annehmen?

00:11:52: Das ist unterscheblich, ja!

00:11:53: Das muss ich deutlich auch sagen... Ich habe es erlebt in den letzten Jahrzehnten dass da Menschen sehr dankbar waren, dass sie dadurch wirklich aufs Signifikant gewachsen sind, dass ihr noch mal in eine andere Freiheit gekommen seid.

00:12:06: aber ich hatte natürlich auch Verweigerungen erlebt und das hat auch im extremen Fall dann zum Ende der Ausbildung

00:12:11: geführt.

00:12:12: Und zu guter Letzt was nehmen Sie von heute mit?

00:12:15: Ich nehme von heute mit, dass wir eine Vielzahl von Menschen haben die sich an ganz unterschiedlichen Bereichen für Prävention engagieren und genau das braucht unsere Kirche.

00:12:26: Das braucht unsere Gesellschaft.

00:12:28: Es braucht – ich habe es eben gesagt auch angefangen – voll uns beschöfen, die wir auch gewisse Rahmen setzen und damit vieles ermöglichen und das braucht den Menschen, die das vor Ort

00:12:37: tun.

00:12:38: Und ich nehme auf mit, es braucht eine Haltung und zwar eine Haltung insgesamt!

00:12:44: In unserer Gesellschaft nicht nur bei Menschen, die eine besondere Verantwortung für den Bereich Prävention übernehmen.

00:12:49: Sondern insgesamt hinschauen und hinschaun auf das was ich beobachte, das ins Wort zu bringen und immer wieder auch in ihnen schauen auf die eigene Dynamik in mir selbst.

00:12:58: Hören wir jetzt Antonius Hamas.

00:13:00: Mein Name ist Antonios Hamas.

00:13:02: Ich bin der Leiter des katholischen Büros.

00:13:03: Das ist die Kontaktstelle der fünf Bistümer auf der Landesebene in Nordrhein-Westfalen Und mein Berührungspunkt zur Prävention ist, das spielt ein wichtiges politisches Feld und insofern habe ich sowohl im politischen Raum als auch wenn es um Kinderschutz geht.

00:13:19: Wenn es zum Fragen der Aufarbeitung aber eben auch Präventions geht im politischem Raum die Kontakt haben wir selbstverständlich auch immerhin zu dem Präventionsbeauftragten für das Christian Mann.

00:13:29: Was haben Sie aus der Studie zur Wirksamkeit von Prävention mitgenommen?

00:13:33: Ich bin sehr dankbar dafür, dass es innerhalb der katholischen Kirche sowohl im Haupt- wie mehreren Amt sehr viel engagierte Menschen gibt die sich für den Bereich der Prävenzion einsetzen.

00:13:41: Es ist sehr, dass wir eine ganze Menge Menschen geschult haben weite über hunderttausend Menschen in den fünf Bistümern geschult und insofern dieses Thema dort präsent halten auch mit der jeweiligen Wiederholung.

00:13:55: Aber gleichzeitig hat die Evaluierung unserer Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen gezeigt, dass es eben auch noch eine Menge Aufgaben gibt.

00:14:02: Wie gelingt die Zusammenarbeit in NRW der Bistümer und mit anderen Akteuren?

00:14:06: Wir brauchen da Menschen, die kommunikativ sind und die einfach fähig und qualifiziert sind um diese Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Trägern zu gewährleisten Und vor allem auch die Felder ausmachen wo es um Zusammenarbeit geht.

00:14:20: Das ist glaube ich sehr wichtig das erstmal auszumachen warum das dann wiederum auch entsprechend zufüllt.

00:14:25: Aber da bin ich bei dem, was wir haben im Moment an Präventionsarbeit in den Wisdoms und sowohl auf der Wisdomsebene wie aber eben auch in den Verbänden, in den Kirchengemeinden, bin ich da sehr zunversichtet.

00:14:37: Und ich bin sehr dankbar dass für die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat, die auch jetzt schon sehr verletzt ist mit ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und anderen gesellschaftlichem Akteuren in diesem Bereich.

00:14:48: Was

00:14:48: nehmen Sie von heute mit?

00:14:50: Ich bin mit, dass es sehr viele interessierte, engagierte und auch qualifizierte Männern und Frauen gibt, die sich in diesem Bereich engagieren.

00:14:58: Und die uns dabei helfen eine gute Präventionsarbeit innerhalb der katholischen Kirche weiterhin zu etablieren.

00:15:04: Und sie uns auch dabei helfen mit anderen Trägern, mit anderen gesellschaftlichen Trägernen im Kontakt zu

00:15:09: bleiben.".

00:15:09: Die Perspektive der Betroffenen nimmt Johannes Nordput ein?

00:15:12: Mein Name ist Johannes Nord putt.

00:15:13: ich bin ein Kind des Rohgebietes und ist an dieser Stelle immer eher scherzhafter Natur.

00:15:19: Betroffen das sexualisierte Gewalt und Mitglied des FC Schalke, also tatsächlich viel Kummer gewohnt.

00:15:24: Wie durchtrinkt

00:15:25: Präventionsarbeit die katholische Kirche?

00:15:27: Das hat ein bisschen was natürlich mit der Struktur zu tun in dem wir eigentlich von der Orts-Ebene vom Erferei bis hoch auf die Bundesebene eine durchgängige Struktur

00:15:36: haben.

00:15:37: Wir haben entsprechende Ordnung und insofern war es möglich in den letzten mehr oder anderthalb Jahrzehnten tatsächlich Prävention in die Breite auch in die Fläche zu bekommen.

00:15:45: ich glaube dass ist tatsächlich Ein wesentlicher Vorteil auf dieser Struktur und den Organisationsdingen, die da im Hintergrund laufen.

00:15:51: Das passt dann schon ganz gut und führt am Ende zu einer Flächenausweitung, die so tatsächlich eher selten

00:15:57: ist.".

00:15:57: Und was fehlt der katholischen Kirche noch in der Präventionsarbeit?

00:16:02: Was grundsätzlich fehlt ist Haltung – das sieht man, wenn man aktuell die Diskussion rund um den aktuellen Missbausfall im Bistum Passau sieht, die sogenannten Bystanda die sich schützend vor mindestens den Beschuldigten stellen und dem Betroffenen an dieser Stelle keine Raumschützen stellen.

00:16:20: Also insofern eine deutlich weitere betroffene Norbertierung, das hat was mit Haltung zu tun.

00:16:24: ich glaube da haben alle Ebenen in der katholischen Kirche noch erheblichen Nachöbedarf an der eigenen Haltung zur Schärfen dass es eben eine solche gegen sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern jugendlichen Erwachsenen Schutzbefohlen eigentlich gegenüber allen betroffenen Opfern überlebenden von sexualisierter Gewalt führen muss.

00:16:44: Und das ist damit verbunden, wir sind in einem gesamtgesellschaftlichen Komplex.

00:16:50: Das heißt alle die sich um Präventionsarbeit kümmern sollten sowohl mit den sachlichen als auch mit den notwendigen Personalressourcen ausgestattet werden zum Beispiel Qualitätssicherung zu betreiben, um sich weiterzuentwickeln und immer besser zu werden.

00:17:06: Johannes Nordbrot hat auch noch was zur Partizipation von Betroffenen mitzuteilen?

00:17:10: Das eine ist tatsächlich nochmal zu überlegen wie partizipativ unter Einbezug von Betroffenen sexualisierter Gewalt Präventionsarbeit funktionieren kann.

00:17:19: Das ist auf der Dürze Sahnebenen, auf der Ebene der Bistümer mal auf dem Bund und auf der Bundesebene durch die entsprechende Betroffene beirräte jetzt mal strukturell in Ansätzen bereits gelöst.

00:17:30: was wir feststellen ist dann schon das

00:17:32: die Berührungsängste

00:17:34: betroffener aktiv in der Gemeinde anzusprechen.

00:17:37: Unterstützung zum Gespräch zu bitten, zum Austausch ist diese Offenheit.

00:17:43: Diese Haltung an dieser Stelle ist doch sehr begrenzt und wenn Sie die Betroffenen selbst nicht partizipativ an allen Prozessen im Missbrauchskomplex beteiligen also Prävention Intervention Anerkennung auch Erarbeitung dann wird das nicht gelingen.

00:17:57: Dann werden Sie keine Haltung bekommen, weil sie tatsächlich den Ausnausch zwischen Betroffenen und Gemeindemitgliedern

00:18:03: brauchen.".

00:18:03: Warum war vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren es einem Opfer nicht möglich offen zu sagen der Kaplan der Priester hat mich missbraucht?

00:18:11: Dass der Effekt in dieser Zeit wäre gewesen dass man die Betroffene wahrscheinlich und seine Familie eher ausgegrenzt hat als dass man ihnen die Mitte genommen hätte um ihn zu begleiten, um ihm zu helfen.

00:18:23: Und das finden wir halt Viel zu häufig noch insbesondere auf der Gemeindeebene, aber auch in den Verbänden.

00:18:28: Auch das muss man ehrlicherweise sagen hier haben wir doch viel viel Luft nach oben und viel Nachholbedarf, der eigentlich schnellstens abgearbeitet werden sollte.

00:18:37: Herr Nordbrot was nehmen Sie von heute mit?

00:18:39: So sind wir ja gerade ganz am Anfang.

00:18:41: ich habe natürlich auch auf dem Podium gestanden ein sehr schöner Effekt ist natürlich der Saal war voll.

00:18:48: Das heißt wir stellen fest dass von der Ort bis zur Bundesebene ganz viele Menschen gibt die sich um dieses Thema kümmern, die sich dafür engagieren.

00:18:56: Die da auch mit Herz beweisen.

00:18:57: Also insofern ist man nicht alleine wenn man Präventionsarbeit betreibt.

00:19:01: Man hat ja manchmal das Gefühl dass diejenigen die sich um das Thema kümmern eher so in die Schmuddecke gedrängt werden.

00:19:07: Das ist tatsächlich eine positive Situation und natürlich bin seit ein paar Jahren auf der Ebene unterwegs Natürlich viele Menschen Mit denen man an unterschiedlichen kirchlichen Kontexten zusammengearbeitet hat Wiedersehen auch Absprachen zu treffen Netzwerk weiter auszubauen, weil ich glaube das ist auch ein Schlüssel-Instrument um Prävention nochmal deutlich nach vorne zu treiben und auch zu einer Haltung zukommen.

00:19:29: Vernetzung dass diejenigen in diesem Thema unterwegs sind sich auch gegenseitig über ihre Aus-, über ihre positiven Erfahrungen stärken können.

00:19:37: Und hören wir zum Schluss Stefanie Siebelhoff.

00:19:39: Ich bin Stefanie Sibelhoff und ich bin seit Dezember zwanzig, reinzwanzig Caritas Direktoren für das Vistum Essen.

00:19:47: Ich habe aktuell als Caritas-Direktorin insofern mit Prävention zu tun, dass ich einen Präventionsbeauftragten habe.

00:19:54: Aber interessanter ist glaube ich da sich zwölf Jahre in einem Haus für Menschen mit Behinderung gearbeitet haben eine Eingledungshilfe und dort maßgeblich auch mit Schutzkonzepten und Verhaltenskodizys und anderen Dingen zu tun gehabt haben im Rahmen der Prävenzion.

00:20:09: Was waren beruflich Ihre ersten Kontakte zur Präventionsarbeit?

00:20:13: Ich habe im Jahr zwei Tausendzehn das erste Mal damit zu tun gehabt.

00:20:16: Wir wurden damit konfrontiert, dass es einige Fälle gab vor Menschen die bei meinem früheren Arbeitgeber Missbrauch erlitten haben Und dadurch kamen sehr schnell auch schon Diskussionen, was müssen wir institutionell verändern?

00:20:30: Wie können wir ein Schutzkonzept aufstellen, Verhaltensco-DCs entwickeln und eben auch Präventionsschulungen an den Staat bringen.

00:20:38: Das halte ich für nach wie vor die wesentlichen Bestandteile eines guten Präventionskonzeptes.

00:20:44: Wo braucht es?

00:20:45: Überall Prävention aus Ihrer Sicht.

00:20:47: Ich

00:20:47: glaube tatsächlich, dass das Thema uns alle angeht und dass wir einen breiten gesellschaftlichen Diskurs darüber führen müssen.

00:20:54: Prävention müsste eigentlich überall stattfinden wo... Kinder sind, wo Schutzbefohlen sich aufhalten und das betrifft dann eben auch die Schulen, die Kitas, die Sportvereine Musikgruppen.

00:21:07: Ich glaube auch dass in der Vergangenheit dort einiges passiert ist weil die Gesellschaft eben auch nicht darauf vorbereitet war, nicht sensibilisiert war und auch heute oft nicht die Haltung dazu hat dass man sich darum kümmern muss.

00:21:20: und da sehe ich ein großes Feld und deswegen finde ich das auch sehr gut dass wir uns vernetzen.

00:21:25: Wir haben zum Beispiel einen Karateisverband in Bistumessen, eine sehr enge Zusammenarbeit auch mit dem Bistom und dann darüber hinaus eben mit den angeschlossenen Einrichtungen.

00:21:35: Was nehmen Sie von heute mit?

00:21:37: Ich nehme vor allem das Thema mit Digitalisierung, weil ich glaube dass wir uns damit viel zu wenig beschäftigen wie wir Prävention auch für Digitalisierung einsetzen können.

00:21:48: Das ist ein riesiger Bereich der immer mehr wächst aber der glaube ich gar nicht so im Fokus steht bei den Verhaltenskodizys beispielsweise oder in Schutzkonzepten und auch vor allem in der Schulung der Mitarbeitenden die ja eine Sensibilität entwickeln müssen.

00:22:03: Und gerade das Internet oder die sozialen Medien sehe ich schon als eine größere Gefahr für Menschen, die im sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.

00:22:15: Im Anschluss an das Podium war dann ausreichend Zeit sich auf den Markt der Möglichkeiten umzuschauen.

00:22:21: Tim was war denn da dein Lieblingsstand?

00:22:23: Tatsächlich war mein Lieblingsstand von der Polizei aus Köln, weil ich die Karneval schon mitbekommen habe.

00:22:32: Weil sie mit der Kampagne It's Address Not A Yes sicher feiern nicht nur im Karnewall, mir im Gedächtnis geblieben sind und da war ich auch neugierig, die mal live in Farbe zu sehen oder wie sie Präventionsarbeit als Polizei machen.

00:22:48: Genau.

00:22:48: Und die haben halt gute Materialien und ich finde es auch sehr niederschwellig insgesamt, dass man ja das auch so in den Alltag mit reinbekommt.

00:22:56: Das hat mir schon wirklich gut gefallen von denen.

00:23:01: Dann würde ich sagen hören wir auch noch mal was vielleicht Ilka Brahm bringt zu sagen hat zu ihrem Stand, der ja mit der katholischen Landesarbeitsgemeinschaft hier vertreten war.

00:23:10: Also in unserem Stand gab es viele unserer Publikationen.

00:23:14: Wir haben Publikations für Fachkräfte, für Eltern und auch für Jugendgruppenleitungen die wir da kostenlos zur Verfügung gestellt haben Und ich habe die Teilnehmenden als sehr interessiert an den Themen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes erlebt.

00:23:31: Es war...es ist viel weggegangen von unserem Material.

00:23:35: Wir hatten nachher fast nichts mehr wieder mit nach Hause neben dürfen, muss ich sagen.

00:23:41: Weil wir natürlich dankbar sind wenn unsere Materialien so gut ankommen und auf der anderen Seite auch eine gewisse Dankbarkeit erlebt haben ein bisschen Handwerkszeug und Material an die Hand zu bekommen.

00:23:55: Zusätzlich hatten wir noch aus unserem Projekt Kinderschutz Parkour den Parkour selber dabei und aufgebaut, den sich dann auch im Rahmen des Marktermöglichkeiten viele nochmal angeschaut haben und sich noch weitergehend informiert haben.

00:24:10: Also für uns insgesamt wirklich ein rundum gelungener Fachtag.

00:24:15: Es ist dort viel zusammengeführt worden aus der Präventionsarbeit in NRW und wir fühlten uns dort genau am richtigen Ort.

00:24:23: Ich

00:24:23: war ziemlich lange auch noch am Stand der Präsensionsbeauftragten, ich fand das super spannend wie viele unterschiedliches Materiales in den Bistümern gibt Und mir das einfach mal anzugucken.

00:24:34: wenn man das zusammenträgt haben wir wirklich schon unglaublich viel an Plakaten, an Flyern, an Postkarten und Ideen.

00:24:45: Wie kann ich Präventionsarbeit eigentlich gut gestalten?

00:24:48: Das fand ich richtig gut und spannend!

00:24:52: Das kann ich mir vorstellen... Ich hatte gar keine Zeit oder mehr dahin zu gehen weil es da so voll war und habe gedacht mache ich das später.

00:24:58: aber zack war wirklich nachher schon die Zeit um bei den Präventionsbeauftragten auch selber zu gucken.

00:25:03: Aber danke dass du mir davon berichtet hast heute.

00:25:07: Ich fand auch noch beeindruckend den Verein für Menschenwürde und Demokratie, weil die hatten einen Stand oder ja auch was zu mitgeben.

00:25:15: So eine Holztafel, die nennt sich Würdetafel und das war oder ist mit so einer Krone versehen und da steht noch Würde unantastbar bezogen auf das Grundgesetz.

00:25:26: halt dass die Würde des Menschen unantastaßbar ist und die Krone steht halt für Könige, die wir dann doch auch sind Und da haben sie auch wieder viel verteilt auch diese Würdetapeln Und da kam ich zu Schwäte und habe keine mehr bekommen.

00:25:39: Das war aber überhaupt nicht schlimm, weil ich ganz viele Menschen damit rumlaufen sehe die eine hatten und auch sehr glücklich waren und das glaube ich in ihrer Position mit hinaus tragen und so dass die Würde unantastbar weit über den Fachtag hinaus auch noch verteilt ist oder prägt oder wirkt wie auch immer dass man sich jetzt hier ausdrücken wollte.

00:26:00: Das fand ich auch richtig spannend.

00:26:01: meine Tafel liegt tatsächlich zu Hause auf dem Wohnzimmertisch Genau und ich finde das wirklich für unser Thema super passend, weil auch darum geht es irgendwie die Würde unantastbar zu halten oder würde auch wieder herzustellen da wo sie eben angetastet wurde auf jeden Fall.

00:26:20: Ansonsten gab's eher noch total viele andere Stände.

00:26:25: Wir hören einmal Viola Wale dazu, die stellt sich kurz selber vor und sagt was auch zu ihrem Lieblingsstand.

00:26:32: Mein Name ist Viola Wahle.

00:26:34: ich bin Schulungsreferentin und Präventionsfachkraft in den Vereinen Liebfrauen und Peter und Paul in Bochum und bin viel bei der DPSG oder bei der Denkarbeit unterwegs.

00:26:44: Mein Gesamteindruck vom Fachtag war sehr positiv.

00:26:47: Ich fand die Podiumsdiskussion sehr interessant zu Beginn der Veranstaltung, besonders gut gefallen haben mir allerdings auch die ganzen Stände draußen um neuen Input zu bekommen.

00:27:07: Absoluter Fan davon.

00:27:08: Ich liebe die Materialien, da konnte ich auf jeden Fall auch noch mal neuen Input mitnehmen.

00:27:12: Auch bei den anderen Ständen fand ich es sehr interessant.

00:27:15: Ich fand besonders gut den Austausch, den ich mit anderen Fachkräften an dem Tag hatte und unter anderem insbesondere meine

00:27:24: Workshops.".

00:27:25: Und dann gab's noch ganz viele Stände?

00:27:27: Da kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so ganz detailliert dran erinnern... Aber ich weiß, dass ich ganz viel Sachen mitgenommen habe.

00:27:35: Spannende Information!

00:27:38: Das Landesjugendamt war da vertreten, die hatten auch unterschiedliche Flyer ... Die Evangelische Kirche?

00:27:43: Irgendwie mal gucken was machen die anderen.

00:27:44: Auf jeden

00:27:45: Fall.

00:27:46: Immer spannend genau.

00:27:47: Kinderschutzbund Bonn weiß ich war auch da.

00:27:52: Die Karitasverbände waren vertrete und Wolkenstein eV mit dem Stand zum Theaterstück Stopp Du bist da und ich bin hier.

00:28:01: Und die machen das in Zusammenarbeit mit BASTA-EV, die tatsächlich präventionssexualisierte Gewalt auch machen?

00:28:07: Super!

00:28:08: Genau.

00:28:11: Die Landesstelle PSG war auch noch vertreten insgesamt, auch mit vielen Materialien.

00:28:16: Das war ... Ich glaube, die konnten wenig nachher mit nach Hause nehmen was ja auch gut ist.

00:28:21: Definitiv Der Markt der Möglichkeiten war natürlich also einerseits so ein Ding wo man Echt viel an Informationen abgreifen konnte und viel Material mit nach Hause nehmen konnte.

00:28:34: Tasche war nachher voll, aber finde ich schon auch eine gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen?

00:28:39: Das war auch so.

00:28:40: Also ... Ich glaub, weil man angestanden hat gemeinsam oder bekannte wieder getroffen hat, mit dem man sich dann einfach austauschen konnte.

00:28:48: Und ja, es war wirklich ein buntes Gewusel in dieser Rieseneingangshalle.

00:28:54: Es hat mir große Freude bereitet.

00:28:56: Ja, ich fand das war schon auch so ein Herzstück des Fachtages.

00:29:01: Zumindest auf was Begegnungen

00:29:02: angeht?

00:29:03: Da stimme ich dir hundertprozent zu!

00:29:05: Das war gut.

00:29:11: Lisa nach dem leckeren Mittagessen ging es weiter in die Workshopphase.

00:29:14: da hatten wir die Chance zwischen ja insgesamt zehn Workshops auszusuchen.

00:29:18: Es gab zwei Durchläufe.

00:29:19: also dass heißt wir konnten ja ordentlich etwas auch noch erleben.

00:29:23: und ja da wollte ich einfach mal fragen wie hast du das denn mit den ganzen Workshop so empfunden?

00:29:31: Also ganz grundsätzlich erst mal, als wir ankamen, waren ja schon viele Workshops weg.

00:29:35: Das fand ich ein bisschen schade, dass das von der Verteilung her so ein bisschen ... Wer früh da war, konnte die besten abgreifen.

00:29:43: Das war vielleicht organisatorisch nicht anders möglich.

00:29:47: aber ich fand es schade und was mir sofort aufgefallen ist, dass sie total sperrige Namen hatten.

00:29:54: Kannst du dich noch erinnern wie deine Workshop sießen?

00:29:57: Ja, war nur noch in Kurzform.

00:29:59: Ich hab mir die ehrlich gesagt auch nicht die langen Namen gemerkt.

00:30:03: Da kann ich dir beiflichten das war echt sperrig genau aber das sollte ja nichts am Inhalt tun.

00:30:09: also wir wussten ja wo wir hin mussten um dann nachher gute Workshops zu haben.

00:30:12: insgesamt da stimmt

00:30:14: Genau und inhaltlich war ich tatsächlich sehr zufrieden mit dem was ich gemacht habe.

00:30:21: Ja bei mir auch Ich war in der ersten Phase, war ich im systemischen Betrachtung des Zusammenwirkens zwischen Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt.

00:30:32: Also jetzt haben wir den sperrigen Titel auch einmal gehört.

00:30:36: Ich bin von Hause auch Systemiker deswegen fand das sehr spannend Und das war insgesamt inhaltlich ein guter Workshop.

00:30:43: Auch da war das was du gesagt hast am Anfang.

00:30:46: Was so gestört ist war ziemlich voll bei uns.

00:30:48: also da hat es

00:30:49: nicht

00:30:50: Geklappt, glaube ich mit der Workshop-Einteilung.

00:30:52: Weil die Referentin auch gesagt hat sie hatte das sich kleiner gewünscht um dort einfach noch mehr Stellübung zu machen so dass wir das jetzt selber nicht erfahren konnten.

00:31:02: es gab einige Freiwillige die das dann gemacht haben im übertragenen Sinne für die Gruppe aber dadurch dass es dann viele Menschen in einem kleinen Raum waren hat es leider nicht so gut gewirkt wie es hätte wirken können.

00:31:15: Und ich glaube, das Ziel der Referentin war auch zu sagen, dass wir das selber alle so ein bisschen ausprobieren.

00:31:21: Das hat nicht stattgefunden, aber nichtsdestotrotz von der vom Ansatz konnte ich gut mitgehen und das hat mir dennoch auch Spaß gemacht.

00:31:30: Cool!

00:31:31: Ich habe den Workshop persönliche Entwicklungsfelder für SchulungsreferentInnen- und Multiplikatorinnen meine Rolle, meine Fachlichkeit, meine Perspektive, meine Haltung besucht.

00:31:43: Ende des Titels.

00:31:45: Genau!

00:31:47: Der war ein bisschen außerhalb, das war auch spannend.

00:31:49: Ich habe einen langen Spaziergang dahin gemacht.

00:31:51: War ganz froh dass ich jemand getroffen hatte der sich auskennt und wusste wo wir genau hin mussten.

00:31:57: aber der Workshop war schon ja cool im Sinne von einfach auch mal die Perspektive der anderen mitzunehmen und tatsächlich drauf zu gucken.

00:32:09: also der Referent hat vieles benannt was für mich ein Stück weit klar war, aber ich hätte es nicht so benennen können.

00:32:18: Ich fand das cool, dass er das einmal wirklich in Worte gefasst hat und ich hatte den Eindruck, das ging dem einen oder anderen auch so.

00:32:25: Wir haben eben auf eine fachliche Rolle geguckt und wie viel Austausch- und Reflexionsmöglichkeiten es einfach braucht wenn man in diesem Bereich tätig ist.

00:32:39: erlebe ich auch in Vereinen zum Beispiel häufig unterschätzt, dass Schulungsreferentin sein.

00:32:44: In dem Bereich noch mal eine andere Nummer ist als irgendetwas über ... ähm ... andere Fragen zu erzählen.

00:32:52: Das ist schon einmal herausfordernder.

00:32:53: Das stimmt ja.

00:32:54: Genau und das war da irgendwie auch nochmal gut benannt und da haben wir gut drauf geguckt.

00:32:59: Ja gut!

00:33:00: Und du hast aber auch den Weg wieder ins Maternushaus gefunden?

00:33:03: Ja glücklicherweise, ja.

00:33:05: Gut, war dann nicht so viel mit Pause zwischen den Workshops.

00:33:07: Aber ich hatte Bewegung und das war an dem Tag auch nicht schlecht.

00:33:11: Bewegungen hätte mir gut getan.

00:33:12: Darum bin ich aber nicht in ... Vielleicht war es der Grund, warum ich den Sportworkshop für mich gegangen bin, aber auch da saß ich nur rum, weil ich der Powerpoint-Präsentation von der Frau Professor Dr.

00:33:24: Hulolfs gefolgt bin.

00:33:26: Mal gucken was der Sport gemacht hat.

00:33:28: Und das fand ich auch ... Gut, also von Erkenntnissen her sind wir in katholischer Kirche einfach schon verdammt weit.

00:33:35: Also da ist der auch mit dabei.

00:33:40: aber halt von Erkennissen sind wir glaube ich schon noch mal ein bisschen weiter.

00:33:43: es

00:33:44: gab doch eine Sache die mich aber sehr fasziniert hat und zwar haben sie einen Tool entwickelt für Schutzkonzeptentwicklung das halt digital ist indem halt Fragen vorgegeben wird die man nach so einem Anplussystem bewertet grün orange und rot.

00:34:02: Wenn man Fragen hat, die nachher mit Grünen beantwortet sind.

00:34:06: Dann ist dort erst mal alles in Ordnung, würde ich sagen.

00:34:09: Aber sobald es dann halt gelb und auch rot wird besteht Handlungsbedarf bei Orange.

00:34:15: Das ist vielleicht noch verwässerungswürdig aber wenn die Ampel Rot zeigt wie's im wahren Leben halt so ist, sollte man anhalten und sich das ja nochmal betrachten, die neue Situation Das ist halt für den Breitensport einfach, für Vereine sehr niederschwellig gehalten.

00:34:34: Um da so einen ersten Einstieg auch in so ein Schutzkonzept zu bekommen fand ich irgendwie gut weil ich selber glaube im katholischer Kirche wird auch da sehr viel erwartet was ja auch gut ist.

00:34:45: aber es ist natürlich die Einstichshürde ist natürlich sehr hoch und wenn so niederschwällig das mit einem Ampelsystem funktionieren kann finde ich das eine gute Überlegung für unsere Schutzkonzepte.

00:34:56: Ja richtig gut Schutzkonzepte war auch tatsächlich mein zweites Stichwort mit der Frage auf unterschiedliche Formen von Gewalt in Institution.

00:35:08: Das war jetzt, also insgesamt in dem Workshop wurde sehr noch mal auf Schutzkonzepterstellung geguckt und gar nicht so viel wie ich erwartet hatte auf die anderen Formen vom Gewalt.

00:35:19: aber glaube ich unterstreicht ein bisschen das was du gerade gesagt hast dass eben wir einen hohen Anspruch haben.

00:35:25: in katholischer Kirche ganz schön schwierig ist, für die Menschen den zu erfüllen.

00:35:30: Und das haben die Fragen in dem Workshop auch noch mal sehr deutlich gemacht.

00:35:34: aus meiner Sicht ja dass viele schon auch irgendwie gutes Schutzkonzept schreiben würden aber sie doch an vielen Stellen auch unsicher sind wie das gut gelingen kann

00:35:47: Das kann ich verstehen.

00:35:50: Wir haben auch noch ein paar O-Töne von anderen Teilnehmenden, die auch noch Workshops besucht haben.

00:35:55: Und dann hören wir einfach mal rein was sie noch zu berichten haben weil wir konnten ja nicht überall sein.

00:35:59: Stimmt!

00:36:01: Natalie Jacke ist Mitarbeiterin bei der Katholischen Erwachsenenfamilienbildung und im Bistum Essen und dort auch Schulungsreferentin.

00:36:07: Und was sie zu sagen hat, hören wir uns jetzt an.

00:36:09: Ich war einmal in dem

00:36:10: Workshop

00:36:11: persönliche Entwicklungsfelder,

00:36:13: meine Rolle,

00:36:14: meine Fachlichkeit und meine Perspektive

00:36:17: und einmal in den Workshop-Partizipationen

00:36:19: stärken.

00:36:21: Bei dem ersten Workshop war es schon so, dass ich dachte

00:36:23: auch Mensch,

00:36:24: man

00:36:24: sieht einfach viel gut, wenn er selber aufgestellt ist und ja sieht einfach noch mal wie vielfältig

00:36:32: die

00:36:33: Arbeitsgebiete

00:36:34: von Menschen sind dass

00:36:37: Thema

00:36:38: Prävention eigentlich schon überall angekommen ist und das einfach auch nochmal sehr spannend und interessant ist.

00:36:45: Und bei dem zweiten Thema,

00:36:46: also der Partizipation

00:36:48: hatte ich

00:36:49: für mich das Gefühl, dass ich regelmäßig den Hut wechseln musste zwischen unterschiedlichen Ja bereichen, indem ich aktiv bin und dann

00:36:57: zu sagen

00:36:58: da ist das so dass das so und da gelingt er so.

00:37:01: Und da gab es die vorteile.

00:37:03: und ja dabei war der

00:37:05: das

00:37:06: mitbekommen

00:37:06: von best

00:37:07: practice bei spielen

00:37:08: total schön und auch

00:37:10: das war sehr kurzweilig und von daher ein sehr gelungener fahrtag.

00:37:14: das was mein highlight war

00:37:17: war

00:37:17: tatsächlich, dass ich gedacht habe, meine Güte.

00:37:19: Wie viele Menschen begeistern sich für das

00:37:21: Thema?

00:37:22: Und

00:37:22: wie viele Menschen

00:37:23: davon

00:37:23: kenne ich eigentlich und

00:37:25: also das war mir gar nicht bewusst, dass ja in meinem

00:37:28: Umfeld

00:37:28: so viele Menschen sind

00:37:30: die

00:37:31: sich mit dieser Thematik auskennen

00:37:34: und beschäftigen

00:37:35: und mit denen ich

00:37:36: einfach auch schon zu tun

00:37:37: habe.

00:37:38: Das ist etwas, was mich

00:37:39: total beruhigt und erfreut.

00:37:43: bis zum Paderborn und ist dort an einer Schule Präventionsfachkraft.

00:37:46: Und auch in ihrer Gemeinde vor Ort, die hat sich mit folgenden Workshops

00:37:51: beschäftigt?

00:37:52: Ich war erst mal bei den Risiken im Sportverein, weil ich

00:37:57: für mich so ein bisschen

00:37:58: überlegt habe als Präventionsfachkraft in Schulen was da vielleicht ähnlich sein könnte.

00:38:03: Die Arbeit mit Jugendlichen

00:38:04: z.B.,

00:38:04: jetzt natürlich auch als Mama von Kindern, die in Sportvereinen sind fand ich das ganz interessant.

00:38:10: neue Erkenntnisse gab es da jetzt mehr oder weniger nicht, beziehungsweise fand ich unterm Strich eben wichtig nochmal

00:38:19: zu hören.

00:38:20: Dass Präventionen an allen Orten wo Menschen aufeinandertreffen gelebt werden muss und eben nicht nur in Kirche.

00:38:28: und ja dass man das immer wieder auch im Hinterkopf haben sollte und vielleicht auch noch mal weiter streuen sollte.

00:38:36: Und dann war ich eben noch bei den Ergebnissen der Studie zur Wirksamkeit.

00:38:42: Ja, die waren aufgrund der Zeit recht zusammengekürzt.

00:38:45: Anders wäre es natürlich auch nicht möglich gewesen.

00:38:48: Fand ich auf jeden Fall interessant.

00:38:50: Würde ich aber unter dem Strich noch mal vielleicht den einen oder anderen Punkt eben

00:38:55: nachlesen?

00:38:55: Simon stellt sich selber vor und erzählt uns auch noch kurz was zu seiner Sicht auf die Workshops.

00:39:01: Ich bin Simon Radeck und habe den Fachtrag für meine Arbeit als BDKJ-Zesannensähe-Sorger im Essen gesucht.

00:39:06: Der BDKAJ und der deutschen katholischen Jugend ist der Dachverband verschiedener katholischer Jugendverbände.

00:39:12: In den Workshops bin ich besonders dankbar für den Austausch mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt in der Kirche.

00:39:18: Gerade wenn wir versuchen, unsere Strukturen für alle Menschen sicherer zu gestalten müssen wir auch aus den negativen Erfahrungen lernen die Betroffene in unseren Systemen erlebt haben und weiterhin erleben.

00:39:28: Zumindest in meiner Arbeit schwierig gute Ansätze zu finden betroffende gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit aktiv einzubeziehen um mit ihnen gemeinsam Wege zu finden unsere Arbeit zu verbessern.

00:39:38: Umso wichtiger fand ich die Eindrücke von Betroffenen an diesem Tag.

00:39:42: Als weiterer Workshop habe ich Produktion im Zusammenhang mit katholischer Sexualmacher gesucht, in den Ausführungen des Bischofs aber auch in den Antworten auf die Rückfragen der Teilnehmenden hatte ich das Gefühl

00:39:51: dass

00:39:51: der Fokus auf das was sich verändern soll oder sich vielleicht auch schon verändert hat vor allem auf der Ausbildung und der Rolle der Priester liegt.

00:40:00: Ich hatte gestört, dass Leihinen in der Rolle diese Kirche einnehmen viel zu wenig in den Blick genommen wurden.

00:40:07: Daraus nehme ich für mich mit, dass wir weiter daran arbeiten müssen den Blickwinkel auf

00:40:10: Präventionsarbeit

00:40:11: zu seiten.

00:40:12: Ja, ich habe auch wirklich richtig viel mitgenommen war total zufrieden hab ein paar neue Kontakte geknüpft aber auch alte bestärkt.

00:40:22: auch das fand ich an dem Tag super gut Menschen zu treffen die ich sonst nicht immer treffe aber die mit mir im Thema unterwegs sind und habe mich viel mit denen und ja einfach vielen menschen ausgetauscht.

00:40:37: Und da merke ich, auch davon lebt das.

00:40:39: In Prävention unterwegs zu sein mit anderen vernetzt zu sein ist total wichtig.

00:40:44: Ja finde ich ja auch.

00:40:45: also dass Netz weg wurde auch bei mir einfach noch mal enger gezogen und hat sich intensiviert.

00:40:50: Das war schon auch ein gelungener tach dafür

00:40:54: und dann bleibt uns nur Herzlichen Dank zu sagen.

00:40:58: Ich würde an dieser Stelle als Allererstes noch mal den Präventionsbeauftragten herzlichen Dank sagen, dass Sie das organisiert haben und wir diesen Fachtag erleben durften.

00:41:09: Aber natürlich danke an unsere Interviewpartner die diesmal so ganz anders bei uns waren, die also uns bereitwillig unsere Fragen beantwortet haben.

00:41:21: Ja und herzlichen Dank natürlich an Sie, unsere Zuhörerinnen fürs Hinhören.

00:41:26: Halten sie die Augen auf!

00:41:28: Und seien Sie bei der nächsten Folge von Augen auf und hingehört wieder

00:41:42: dabei!

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